Ellie and the Family – wie eine Familie unterwegs ihr Zuhause fand

Ellie and the Family – wie eine Familie unterwegs ihr Zuhause fand

Manche träumen davon, alles hinter sich zu lassen. Romy und Mario aus der Schweiz haben es getan. 2022 tauschten sie Wohnungsschlüssel gegen Zündschlüssel, graue Häuserblöcke gegen Sonnenuntergänge in der Wüste, staubige Offroad-Pisten und Begegnungen, die bleiben. Gemeinsam mit ihren Kindern Sherine und Sam Jay machten sie sich in ihrem selbst ausgebauten Expeditionsmobil auf den Weg ins Unbekannte – und fanden auf 35.000 Kilometern nicht nur Abenteuer, sondern auch ein neues Zuhause. Heute leben sie in Namibia und empfangen gerne Reisende in ihrem neuen Zuhause.

Wir sprechen mit Menschen, die ihr Leben anders leben – bewusst, mutig, manchmal radikal. Nicht, um zu beeindrucken. Sondern um zu inspirieren, zu hinterfragen und zu zeigen: Es geht auch anders. Und das ist okay. Hier geht’s nicht um Floskeln. Nicht um Hochglanz. Sondern um echte Antworten – auf die Fragen, die man sich am Lagerfeuer stellt, wenn keiner mehr Smalltalk macht. Denn wer unterwegs ist, hat viel zu erzählen. Und oft mehr zu geben, als man denkt.

"Es braucht keine gemeinsame Sprache, um sich zu verstehen – nur Respekt und ein offenes Herz."

Romy & Mario, erzählt kurz von euch: Wer seid ihr? Seit wann seid ihr unterwegs? Was habt ihr bereits gemacht? Wo seid/lebt ihr gerade? Und was steht als Nächstes an?

Wir sind Romy, Mario, Sherine (6) und Sam Jay (5) – eine abenteuerlustige Familie, die 2022 beschlossen hat, dem klassischen Schweizer Alltag den Rücken zu kehren. Stattdessen sind wir mit unserem Expeditionsmobil „Ellie“ ins Unbekannte aufgebrochen – und leben seither unseren ganz eigenen Traum als digitale Nomaden.

Unsere Reise begann in Europa, führte über den Balkan in die Türkei und schließlich entlang der Westküste Afrikas bis nach Namibia. Über 35.000 Kilometer, unzählige Offroad-Pisten, Dünen, Flussdurchfahrten und wilde Campingplätze später haben wir in Namibia unser kleines Paradies gefunden – und ein Stück unseres Herzens dort gelassen. 

Heute ist Namibia unsere Base: ein Ort zum Ankommen, Auftanken und Pläne schmieden. Nach einer intensiven Umbauphase und einem Besuch aus der Heimat haben wir im März erneut aufgesattelt und das südliche sowie östliche Afrika erkundet. Seit Juli 2025 sind wir wieder zurück in Namibia. Dort freuen wir uns auf ein bisschen Sesshaftigkeit, darauf, Freunde und Travelbuddies zu empfangen – und natürlich auf die nächsten kleinen und großen Trips, die von hier aus starten. Denn auch wenn wir jetzt ein Zuhause haben: Die Pisten gehen uns so schnell nicht aus – und die Abenteuerlust bleibt!


Erinnert ihr euch an den Moment, an dem ihr zum ersten Mal gespürt habt: Ich will raus. Ich will mehr vom Leben?

Absolut. Und auch wenn der Auslöser kein schöner war – es war die Covid-Zeit, die bei uns den entscheidenden Schalter umgelegt hat. Plötzlich saßen wir beide im Homeoffice, Tag für Tag, mit Blick auf denselben Häuserblock. Und wir fragten uns: Warum eigentlich nicht auf einen Strand, eine Bergkette oder in die Wüste schauen, während wir arbeiten?

Diese Zeit hat uns die Augen geöffnet. Wir arbeiteten von zu Hause, um die Kita zu finanzieren – obwohl wir uns mehr gemeinsame Zeit als Familie wünschten. Zeit, die nie zurückkommt. Gleichzeitig wurde klar: Ortsunabhängiges Arbeiten ist in vielen Berufen nicht nur möglich, sondern nachhaltig umsetzbar.

Das war unser Moment. Der Punkt, an dem wir sagten: Jetzt oder nie. Wir wollten Arbeit und Familie endlich wirklich verbinden – und dabei die Welt entdecken. Der Gedanke, unser Leben selbst zu gestalten, statt es nur zu organisieren, ließ uns nicht mehr los. Aus dem Gedanken wurde ein Plan. Aus dem Plan wurde ein Abenteuer.

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Wie sieht euer Alltag unterwegs aus – oder gibt es den gar nicht mehr?

Doch, den gibt es – nur eben in einer freieren Form. Wir leben nicht einfach in den Tag hinein, das war noch nie unser Ding. Auch unterwegs brauchen wir eine gewisse Struktur – vor allem mit zwei kleinen Kindern an Bord. Aber wir planen flexibel und lassen genug Raum für Spontanität.

Unser Tag beginnt mit festen Ritualen: gemeinsames Frühstück, Waschen, Sachen packen. Die Kids kennen das – und es gibt ihnen das nötige Gefühl von Sicherheit, egal wo wir gerade stehen. Am Abend vorher besprechen wir oft, wie der nächste Tag aussieht: Bleiben wir noch? Fahren wir weiter? Müssen wir einkaufen, Wasser auffüllen oder wartet ein neues Offroad-Abenteuer?

Fahrzeiten legen wir meist auf einen Teil des Vormittags oder Nachmittags, je nachdem, was sonst ansteht. Gearbeitet wird in der Regel abends, wenn die Kinder schlafen – oder tagsüber, wenn wir an einem Ort bleiben: Die Kids beim Spielen, wir am Laptop oder draußen bei kleinen Projekten.

Und manchmal sind wir gerade erst angekommen, da zieht es uns schon wieder weiter. Stillstand fällt uns schwer – zu groß ist die Neugier auf das, was hinter der nächsten Kurve liegt.

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Was war der bislang schönste Ort, an dem ihr länger geblieben seid – und warum?

Ganz klar: Namibia! Dort haben wir nicht nur eine neue Heimat gefunden, sondern sogar unser eigenes Haus gekauft – da kann man schon von „länger bleiben“ sprechen. ;-)

Davor waren wir drei Monate in der Türkei, in der Region Izmir. Es hat uns so gut gefallen, dass wir dort kurzerhand unseren Wohncontainer komplett umgebaut haben – ein echtes DIY-Abenteuer!

Ansonsten hat uns unsere Neugier meist weitergetrieben. Vor der Reise hatten wir den Plan, langsam zu reisen: unter der Woche an einem Ort bleiben, am Wochenende fahren. In der Realität hielt uns selbst der schönste Strand selten lange – manchmal fehlte die Infrastruktur, manchmal spielte das Wetter nicht mit oder wir hatten einfach Lust, weiterzuziehen.

Kurz gesagt: Wir sind Entdecker durch und durch – und genau das macht unser Abenteuer aus.

Unser neues Zuhause in Namibia

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Gab es Momente, an denen ihr alles hinschmeissen wolltet?

Nein, zum Glück nicht! Wir sind vielmehr dankbar und stolz, dass wir unseren Traum leben dürfen. Klar, das Leben on the road bringt Herausforderungen mit sich, aber wir sehen sie als Teil des Abenteuers – als etwas, das uns wachsen lässt und uns näher zusammenbringt. Für uns war es nie eine Frage, aufzugeben, sondern immer, wie wir das Beste aus jedem Tag machen. Dieses Gefühl, dass wir das Steuer selbst in der Hand haben, macht uns einfach glücklich.


Wenn ihr eurem früheren “Ich” einen Satz mitgeben könntet, bevor ihr losgezogen seid – wie würde er lauten?

Das Leben ist zu kurz für ‘irgendwann. Mach’s einfach – warte nicht darauf, dass alles perfekt ist. Der perfekte Moment entsteht oft erst, wenn du den ersten Schritt machst. Manchmal steckt man viel zu lange im Grübeln oder Warten fest. Dabei ist es oft genau dieser erste Schritt, der den Unterschied macht – egal ob bei Reisen, neuen Projekten oder im Alltag. Einfach machen bringt dich weiter.

Elfenbeinküste, 2024

Die Frage, die sich alle stellen: Wie finanziert ihr dieses Leben? Und wie geht ihr mit der Unsicherheit um, die damit vielleicht verbunden ist?

Eine absolut berechtigte Frage – denn ohne Lottogewinn muss man natürlich zusehen, wie man das Leben auf Achse finanziert. Für uns war von Anfang an klar: Wenn wir langfristig unterwegs sein wollen, muss auch die Arbeit mitreisen. Nur ein paar Monate von Ersparnissen zu leben, kam nicht infrage – wir wollten offen bleiben für alles, was unterwegs entsteht, ohne festen Rückreisetermin im Nacken.

Darum haben wir uns bewusst für die Selbstständigkeit entschieden – mit all ihrer Freiheit, aber auch mit Verantwortung. Romy arbeitet als virtuelle Assistentin und wir beraten Familien auf Reisen sowie Auswanderer nach Namibia. Das gibt uns Flexibilität und die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten.

Klar, Unsicherheit gehört dazu. Aber die gibt es auch im klassischen Leben mit Festanstellung – nur fühlt sie sich dort oft besser versteckt an. Wir haben gelernt, damit zu leben, zu improvisieren und vor allem: zu vertrauen. Denn wenn man für seinen Traum brennt, findet man immer einen Weg, ihn am Leben zu halten.


Unterwegssein als Lebensprinzip. Was bedeutet Reisen für euch – jenseits von Postkartenmotiven und Bucketlists?

Reisen bedeutet für uns vor allem eins: Freiheit – im Kopf und im Herzen. Es geht nicht darum, Orte abzuhaken oder perfekte Bilder zu sammeln, sondern ums Eintauchen, Spüren und Wachsen.

Für uns ist Reisen ein Lebensgefühl. Es ist der Luxus, morgens nicht zu wissen, was der Tag bringt – und abends mit Geschichten einzuschlafen, die es zu Hause so nie gegeben hätte. Es sind die Gespräche mit Menschen am Straßenrand, das Lachen der Kinder beim Spielen mit anderen Kulturen, das Improvisieren, wenn wieder einmal alles anders läuft als geplant.

Kamerun, 2024
Reisen hat uns entschleunigt, geerdet und offener gemacht – für andere, für uns selbst und für das, was wirklich zählt. Es hat aus kleinen Momenten große Erinnerungen geformt.

Gibt es Begegnungen, die euch besonders geprägt oder verändert haben? Eine, die ihr nie vergessen werdet?

Definitiv – und es waren nicht nur einzelne, sondern unzählige. Jeder Mensch, den wir unterwegs getroffen haben, hat auf seine Weise Spuren hinterlassen. Besonders andere Reisende haben uns immer wieder inspiriert, ermutigt oder genau im richtigen Moment an uns geglaubt. Man kennt sich kaum – und doch teilt man sofort Geschichten, Erfahrungen, manchmal sogar Pannen oder Erfolge. Das verbindet auf einer ganz besonderen Ebene.

Manche dieser Begegnungen sind zu echten Freundschaften geworden, andere waren nur kurz – aber dafür umso intensiver. In der Türkei zum Beispiel haben wir sechs Wochen lang unseren Wohncontainer komplett umgebaut. Mario hat gezielt nach einer lokalen Firma gesucht, bei der er mitarbeiten kann, um die Elektrik selbst zu verlegen – learning by doing, mitten im türkischen Arbeitsalltag. Was dann passiert ist, war mehr als ein Job: Obwohl niemand dieselbe Sprache gesprochen hat – nicht einmal Englisch – haben sie von früh bis spät gemeinsam geschuftet, geschwitzt und gelacht. Eine echte Verbindung, die ganz ohne Worte funktioniert hat. Am Ende sind Tränen geflossen – auf beiden Seiten.

Diese Erfahrung hat uns gezeigt: Es braucht keine gemeinsame Sprache, um sich zu verstehen. Nur gegenseitigen Respekt, offene Herzen – und vielleicht gutes Werkzeug.

Auch andere Reisende haben uns beeindruckt – Menschen, die mit dem Fahrrad oder einem alten Ford Transit durch Afrika unterwegs sind, ohne Allrad, ohne Komfort, aber mit unbändigem Mut und Durchhaltevermögen. Das hat uns Demut gelehrt. Denn plötzlich wirkt unser komfortables Expeditionsmobil gar nicht mehr so „abenteuerlich“. Diese Begegnungen erden – und inspirieren gleichzeitig unheimlich.

Besonders beeindruckend war die Offenheit in Ländern, vor denen wir vorher großen Respekt hatten: Nigeria, Kamerun, Kongo. Geprägt durch Medienberichte hatten wir viele Vorurteile im Kopf – und wurden dann mit einem Lächeln, mit Gastfreundschaft und echtem Interesse empfangen. Diese Erfahrungen haben uns tief verändert. Sie haben uns gezeigt, wie sehr wir durch negative Bilder geprägt sind – und wie wichtig es ist, sich ein eigenes Bild zu machen. Mit offenem Herzen.

Am Ende sind es genau diese Begegnungen, die die Reise ausmachen. Sie haben uns gezeigt, dass wir nicht allein sind mit unserer Lebensweise – und dass es da draußen viele Menschen gibt, die ähnlich fühlen, denken und leben. Sie haben uns bereichert und zum Nachdenken gebracht.

Eines dieser Erlebnisse, das sich richtig eingebrannt hat – und bei dem wir uns einiges von der afrikanischen Lebensweise abschauen konnten – war folgendes:

Stellt euch vor: Ihr seid in Afrika bei einer traditionellen Tanzvorführung. Alle sind gespannt. Ihr setzt euch hin – erste Reihe. Und das Publikum? Fast nur Europäer. Also: Flüstermodus ist aktiviert. Jeder sitzt da wie in der Oper – bloß keine Emotionen zeigen. Die Show beginnt! Trommeln, Tänze, Energie pur! Und was machen die Europäer? Sitzen da mit dem Gesichtsausdruck von jemandem, der gerade auf ’ne Excel-Tabelle starrt.

Kein Husten, kein Schnäuzen – nicht mal ein Hauch von Begeisterung. Warum? Weil man die Stimmung ja nicht stören will. Die Kinder stellen Fragen? Sofort: „Pssst! Das ist ein Kulturerlebnis!“

Alle schauen andächtig zu. Und wenn’s richtig abgeht? Dann gibt’s … ein höfliches Lächeln und zwei Klatscher. Emotionaler Ausnahmezustand: leichtes Nicken. Schließlich sind wir so erzogen: „Gefühle zeigen? Nicht ohne schriftliche Genehmigung.“

Also wirklich – stellt euch vor, ihr seid mitten in dieser vibrierenden, lebendigen Show – und ringsum sitzt eine Gruppe Leute, als würden sie gerade ein Streichquartett bei Kerzenlicht genießen.“

Aber jetzt … kommt das afrikanische Publikum. Und Leute – die Hütte brennt! Es wird gepfiffen, geklatscht, getanzt – sogar in den Sitzreihen! Kinder springen rum, es wird gejubelt und den Tänzern ihre Namen zugerufen, wie beim Fußball. Jeder feiert mit – als wär’s ein Familienfest. Und das Beste? Keiner flüstert. Alle fühlen! Und du sitzt da mittendrin, denkst dir: „Okay … DAS ist Leben!“

Eswatini, 2025

Welche Rolle spielt “Zuhause” für dich/euch – und wo würdet ihr heute sagen: „Hier bleibe ich“?

Zuhause ist für uns kein fester Ort mehr – es ist ein Gefühl. Es entsteht dort, wo wir uns wohlfühlen, zur Ruhe kommen und echte Verbindungen spüren. Das kann ein Stellplatz in der Wüste sein, ein Abend am Lagerfeuer mit neuen Freunden – oder einfach unser gemütlicher Innenraum in „Ellie“, unserem Expeditionsmobil.

Wenn wir heute sagen müssten: „Hier bleibe ich“, dann ganz klar: Namibia. Dieses Land hat uns schon vor zehn Jahren berührt – mit seiner Weite, seiner Gelassenheit und seiner wilden Schönheit. Hier haben wir nicht nur ein eigenes Haus gefunden, sondern auch das Gefühl, angekommen zu sein. Namibia gibt uns Raum zum Durchatmen, Platz für die Kinder, einen perfekten Ausgangspunkt für neue Abenteuer – und den sicheren Heimathafen, den wir immer wieder ansteuern können.

Willkommen in unserem Zuhause in Namibia

Gibt es etwas, das ihr unterwegs losgelassen habt – und nicht vermisst?

Oh ja – und wahrscheinlich sogar mehr, als uns anfangs bewusst war. Wir haben unterwegs viele materielle Dinge losgelassen: Kleidung, Küchenkram, Deko – all das „Was-wäre-wenn“-Zeug, das sich im Alltag so ansammelt. Aber das war nur der Anfang.

Viel entscheidender war, dass wir auch mentale Lasten abgelegt haben: den ständigen Druck, alles perfekt zu machen, Erwartungen von außen, feste Routinen, die uns eher eingeschränkt als getragen haben. Dieses „immer funktionieren müssen“ haben wir mit jeder Woche on the road ein Stück mehr losgelassen.

Und ganz ehrlich: Wir vermissen nichts davon. Im Gegenteil – es macht frei, wenn man merkt, dass man mit weniger so viel mehr leben kann. Was bleibt, ist das Wesentliche: Zeit füreinander, echte Begegnungen und die Freiheit, jeden Tag neu zu gestalten.


Was wollt ihr hinterlassen – nicht im Sand, sondern bei den Menschen, denen ihr begegnet?

Wenn wir etwas hinterlassen wollen, dann ist es das Gefühl, dass Mut sich lohnt. Dass man nicht perfekt vorbereitet sein muss, um seinen Weg zu gehen – sondern einfach anfangen darf. Wir möchten zeigen, dass man mit Kindern reisen kann, dass sich Arbeit und Freiheit verbinden lassen und dass ein anderes Leben möglich ist, wenn man bereit ist, Gewohntes loszulassen.

Uns ist wichtig, echte Spuren zu hinterlassen – im Sinne von Begegnung, Austausch, Menschlichkeit. Ein Lächeln, ein offenes Gespräch, ehrliches Interesse am Gegenüber. Wenn jemand nach einem Treffen mit uns das Gefühl hat, gestärkt, inspiriert oder einfach gesehen zu sein – dann haben wir genau das erreicht, was zählt.

Und vielleicht bleibt bei dem einen oder anderen dieser Gedanke hängen: „Wenn die das schaffen – warum nicht ich?“ Dann war es das wert.

Dakhla Westsahara, 2023

Was treibt euch an, wenn’s schwer wird?

Ganz klar: unser Warum. Wir haben diesen Weg bewusst gewählt – nicht, weil er immer einfach ist, sondern weil er sich richtig anfühlt. Und wenn es mal schwer wird (was zum Glück bisher selten vorkam), erinnern wir uns daran, warum wir losgezogen sind: um mehr Zeit miteinander zu verbringen, die Welt zu entdecken und unseren Kindern ein anderes Lebensgefühl mitzugeben – frei, mutig, neugierig.

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Was uns zusätzlich trägt, ist der Blick zurück. Wenn wir sehen, was wir schon alles geschafft haben – unterwegs, als Familie, als Team – gibt das Kraft. Und oft merken wir: Gerade die schwierigsten Momente sind die, aus denen wir am meisten gelernt haben.


Wovon träumt ihr noch – ganz persönlich, ganz ehrlich?

Ganz ehrlich? Wir träumen davon, dass dieses Lebensgefühl bleibt – egal, wo wir gerade sind. Dass unsere Kinder mit Weitblick gross werden, mit offenem Herzen und dem Vertrauen, dass sie immer ihren eigenen Weg gehen dürfen.

Wir träumen davon, weiterhin frei entscheiden zu können – wann wir reisen, wie wir leben und mit wem wir unsere Zeit verbringen. Und manchmal sind es auch ganz einfache Wünsche: ein Lagerfeuer mit alten und neuen Freunden, weil die Momente mit ihnen unterwegs leider oft zu kurz kommen. Am Ende geht es nicht um grosse Ziele, sondern darum, ein Leben zu führen, das sich echt anfühlt.

"Mit weniger zu leben hat uns reicher gemacht – an Zeit, Begegnungen und echten Momenten.“



Gibt es etwas, das ihr gerne teilen möchtet? Ein Projekt, das euch am Herzen liegt? Einen Ort, den wir uns anschauen sollten? Oder einen Kanal, auf dem man euch folgen kann?

Ja, sehr gerne! Wir freuen uns immer, wenn Menschen unseren Weg ein Stück begleiten möchten – sei es aus Neugier, zur Inspiration oder einfach, um ein bisschen Fernweh zu stillen. Auf Instagram findet ihr uns unter ellieandthefamily, wo wir regelmässig Einblicke in unseren Reisealltag, besondere Begegnungen, Offroad-Routen und auch die kleinen Herausforderungen dieses Lebens teilen.

Ein Herzensprojekt ist unser neues Zuhause in Namibia – nicht nur für uns, sondern auch als Ort der Begegnung. Wir möchten andere Reisende willkommen heissen, ihnen einen Platz zum Ankommen, Austauschen und Auftanken bieten. Dafür haben wir einen Overlanderplatz und ein Gästehaus geschaffen – ein Ort, an dem man kurz verweilen und sich doch wie zuhause fühlen kann.

Wer also einmal in Namibia unterwegs ist: Kommt vorbei! Wir freuen uns auf neue Gesichter, spannende Gespräche und vielleicht ein gemeinsames Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel.

Über die Abenteurer-Familie

Romy und Mario aus der Schweiz beschlossen 2022, ihr Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Gemeinsam mit ihren Kindern Sherine (damals 3) und Sam Jay (damals 2) tauschten sie Alltag gegen Abenteuer – und starteten im selbst ausgebauten Expeditionsmobil „Ellie“ zu einer Reise ohne festen Endpunkt. Ihre Route führte sie durch Europa, den Balkan und die Türkei, hinunter entlang der Westküste Afrikas – bis nach Namibia.

Unterwegs lernten sie, dass ein Zuhause nicht aus vier Wänden besteht, sondern aus Momenten, Begegnungen und dem Gefühl, angekommen zu sein. Nach dem Umbauprojekt in Namibia führte es sie noch nach Südafrika, Lesotho, Eswatini und Mosambik, bevor sie in ihre neue Heimat Namibia zurückkehrten. Dort haben sie einen Overlanderplatz und ein Gästehaus geschaffen – als Ort zum Ankommen, Austauschen und Krafttanken.

Heute leben sie zwischen Wüste und Sternenhimmel, empfangen Reisende aus aller Welt und brechen selbst immer wieder zu neuen Entdeckungen im südlichen Afrika auf. Ihre Geschichte ist kein Märchen – sondern der Beweis, dass Mut, Offenheit und ein wenig Improvisation das Leben in eine Reise verwandeln können.


Folge Romy, Mario, Sherine und Sam Jay hier:

Instagram: https://www.instagram.com/ellieandthefamily
Webseite: www.ellieandthefamily.ch


Übrigens, wir verkaufen unsere Ellie

Unser voll ausgestattetes Expeditionsmobil «Ellie» (CH-Zulassung, 4–6 Personen) steht zum Verkauf – ideal für Offroad-Touren durch Afrika. Standort: Namibia. Ob Rückfahrt via Westküste, Roadtrip im Süden oder Verschiffung – du hast die Wahl --> hier gehts zum Inserat.

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