FERNFAHREN: Ein Punkrock-Song, eine Familie und die große Freiheit.

FERNFAHREN: Ein Punkrock-Song, eine Familie und die große Freiheit.

Sechs Jahre Vorbereitung. Ein Toyota Land Cruiser. Und ein ziemlich großer Traum. Dann machen Sandro, Carmen und Theo aus dem Kanton Bern endlich ernst. Als FERNFAHREN ziehen sie los, um gemeinsam die Welt zu entdecken. Afrika ist der Anfang. Und was ein Punkrock-Song, eine Fahrt im Lift und eine Nietenzange mit all dem zu tun haben? Eine ganze Menge.

@FERNFAHREN – Friends of OLLI 

Die Friends of OLLI sind eine Gemeinschaft außergewöhnlicher Menschen. Freigeister, Abenteurer, Weltenbummler. Mit großen Träumen, verrückten Ideen und einer riesigen Portion Neugier aufs Leben. Jeder hat seinen eigenen Weg und seine eigene Geschichte. Gemeinsam teilen sie Erfahrungen, eröffnen neue Perspektiven und machen Mut, den eigenen Träumen zu folgen. ❤️One Life. Live It. ✊🏻

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Erzählt mal, wer seid ihr?

Wir sind Sandro, Carmen und Theo – eine dreiköpfige Familie aus dem Kanton Bern in der Schweiz. Im September 2024 haben wir unseren gewohnten Alltag hinter uns gelassen und sind mit unserem Toyota Land Cruiser zu einer großen Reise aufgebrochen. Seither entdecken wir als FERNFAHREN die Welt.

Beruflich haben wir beide schon einiges ausprobiert. Ich, Sandro, habe ursprünglich als Softwareentwickler gearbeitet, war danach zehn Jahre als professioneller Musiker unterwegs und habe mich später auf Videoproduktionen und Eventmanagement konzentriert.

Carmen war ebenfalls lange in der Musikbranche tätig. Als Bookerin organisierte sie Tourneen für internationale Bands. Gemeinsam führten wir während fünf Jahren eine eigene Booking-Agentur. Nach der Corona-Pandemie orientierte sie sich beruflich neu und arbeitete in den letzten vier Jahren vor unserer Abreise als Co-Geschäftsführerin einer Stiftung, die Start-ups unterstützt.

Unsere Leidenschaft fürs Reisen begleitet uns schon länger. 2015 waren wir zum ersten Mal sechs Monate am Stück unterwegs – von der Schweiz bis in die Mongolei und wieder zurück. Diese Reise hat uns nachhaltig geprägt.

Im Herbst 2018 fassten wir den Entschluss, noch einmal loszuziehen. Diesmal länger, weiter und mit mehr Zeit, die Welt zu entdecken.

Das war die Geburtsstunde von FERNFAHREN.

„Sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können, ist für mich der Inbegriff von Freiheit.“



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Wofür brennt ihr?

Ich habe das große Glück, dass ich in meinem Leben immer wieder von großen Leidenschaften heimgesucht werde.

Als Teenager entdeckte ich meine Liebe zur Musik, genauer gesagt zur Stromgitarrenmusik. Ich kaufte mir eine Gitarre, übte wie ein Besessener und hatte fortan nur noch einen Gedanken im Kopf: Ich will Musiker werden! Ein Traum, den ich mir schließlich auch erfüllte – allerdings erst mit 29 Jahren.

Diese Leidenschaft war für mich wie Benzin im Motor. Sie trieb mich jeden Tag aufs Neue an, ohne dass ich groß etwas dafür tun musste. Ich musste gewissermaßen nie zur Tankstelle fahren. Die Energie war immer da.

Als Carmen und ich ein Paar wurden, rückte die Musik allmählich etwas in den Hintergrund. Schließlich war sie längst zu meinem Beruf geworden, und auch Carmen arbeitete in der Musikbranche. Dafür entdeckten wir gemeinsam eine neue Leidenschaft: das Reisen.

Unsere ersten Ausflüge unternahmen wir mit einem alten VW-Transporter. Wir warfen eine Matratze, eine Musikbox und eine Kühlbox hinten rein und fuhren los. Irgendwo in einem Wald in Frankreich oder Italien suchten wir uns ein schönes Plätzchen und verbrachten die Nacht.

Bald merkten wir, dass das Reisen für uns weit mehr war als die Vorfreude auf die nächsten Ferien. Wir wollten die Welt entdecken, andere Kulturen kennenlernen und den Geschichten fremder Menschen zuhören.

Ich glaube, dass eine solche Leidenschaft das Leben ungemein bereichert. Sie gibt einem eine Richtung, einen Sinn und unglaublich viel Energie. Natürlich kann es manchmal auch anstrengend sein, so sehr für etwas zu brennen. Man ist fast ein wenig getrieben.

Aber genau diese Energie hält den Motor am Laufen. Und wer weiß schon, wohin er einen als Nächstes bringt?

„Lieber bereue ich irgendwann etwas, das ich getan habe, als etwas, das ich mich nie getraut habe.“

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Was bedeutet „One Life. Live It.“ für euch?

Ohne dass ich es damals wusste, hat mich meine Leidenschaft für die Musik zu einem großen Teil zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Als ich mit Anfang zwanzig den Wunsch äußerte, professioneller Musiker zu werden, wurde ich meistens belächelt. Selbst meine Familie, die es keineswegs böse meinte, riet mir davon ab. „Davon kannst du doch nicht leben! Mach etwas Richtiges, etwas Anständiges!“

Ich stand also schon früh vor einer Entscheidung: Kapituliere ich vor meinem Traum oder versuche ich, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen?

Zunächst kapitulierte ich zumindest halb. Ich nahm einen vernünftigen Job an und arbeitete neun Jahre als Softwareentwickler. Die Tage vergingen, aus Wochen wurden Monate und aus Monaten Jahre. Immer öfter saß ich vor meinem Computer und fragte mich: Was mache ich eigentlich hier? Warum sitze ich in diesem Büro, wenn ich doch einen ganz anderen Traum habe?

Mit 29 Jahren zog ich schließlich die Konsequenzen. Ende März 2006 kündigte ich meinen Job, ohne einen Plan B zu haben. Vielleicht würde ich scheitern, vielleicht müsste ich irgendwann wieder einen normalen Beruf ausüben. Aber eines wollte ich mir später niemals vorwerfen müssen: es nicht wenigstens versucht zu haben.

Diese Entscheidung hat mein Leben verändert. Plötzlich ergab alles einen Sinn. Ich wusste, weshalb ich morgens aufstand, weshalb ich bis tief in die Nacht arbeitete und weshalb ich stundenlang im Auto saß, um irgendwo ein Konzert zu spielen. Aus meinem Traum wurde tatsächlich mein Beruf.

Carmen hat in ihrem Leben ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch sie ging ihren eigenen Weg, obwohl andere ihr sagten, dass ihre Vorstellungen unrealistisch seien. Als wir später gemeinsam unsere Booking-Agentur gründeten und schließlich beschlossen, auf Weltreise zu gehen, war das im Grunde die Fortsetzung dieser Geschichte.

Wir hatten einen Traum. Also machten wir uns daran, ihn zu verwirklichen.

Natürlich verlangt das oft viel Arbeit, Energie, Planung und manchmal auch den Mut, Sicherheiten aufzugeben.

Aber sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können, ist für mich der Inbegriff von Freiheit.

Und wenn man diese Freiheit mit dem Menschen teilen kann, den man liebt, ist das umso schöner. Wenn daraus sogar ein gemeinsames Familienabenteuer wird, wie in unserem Fall, dann ist das schlicht und einfach fantastisch.

„Die Tage vergingen. Aus Wochen wurden Monate und aus Monaten Jahre. Immer öfter fragte ich mich: Was mache ich hier eigentlich?“

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Welchen Moment aus eurem Leben werdet ihr nie vergessen?

Es ist tatsächlich der Moment, den ich bereits angesprochen habe. Der Tag, an dem ich zum letzten Mal einen ganz normalen Bürojob ausgeübt habe.

Es war ein Donnerstagabend Ende März 2006. Ich arbeitete damals in einem Hochhaus und weiß noch genau, wie ich zum letzten Mal mit dem Lift nach unten fuhr. In meinen Kopfhörern lief „Don’t Drag Me Down“ von Social Distortion. Volle Lautstärke.

Als sich die Lifttüren öffneten und ich das Gebäude verließ, überkam mich ein Gefühl, das ich bis heute nicht vergessen habe.

Da war keine Angst. Keine Unsicherheit darüber, was jetzt kommen würde. Nur eine riesige Freude und eine fast grenzenlose Neugier darauf, was das Leben für mich bereithielt.

Rückblickend hat dieser eine Abend mein gesamtes Leben verändert.

Hätte ich damals nicht gekündigt, wäre ich vermutlich nie professioneller Musiker geworden. Ich hätte nicht über tausend Konzerte in ganz Europa gespielt. Und wahrscheinlich hätte ich auch Carmen nie kennengelernt.

Wir wären kein Paar geworden, hätten keine Familie gegründet und würden heute wohl kaum gemeinsam mit unserem Land Cruiser durch die Welt reisen.

Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Dinge in meinem Leben auf diese eine Entscheidung zurückzuführen sind, wird mir erst richtig bewusst, wie viel damals in Bewegung geraten ist.

Und das alles begann mit einer Fahrt im Lift, einem Song von Social Distortion und dem Gefühl, dass jetzt etwas ganz Neues anfängt.


Was möchtet ihr unbedingt noch machen oder erleben?

Nach fast zwei Jahren und rund 65’000 Kilometern durch Afrika neigt sich dieses Kapitel unserer Reise langsam dem Ende zu. Unser Land Cruiser wird von Kenia nach Malaysia verschifft. Von dort möchten wir über Südostasien und China weiter nach Zentralasien reisen.

Auf diese Region freuen wir uns ganz besonders.

2015 waren Carmen und ich auf dem Weg in die Mongolei und durchquerten dabei unter anderem Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan. Diese Länder haben uns unglaublich fasziniert.

Wir hatten damals zum ersten Mal das Gefühl, wirklich in einer völlig anderen Welt angekommen zu sein. Die Landschaften, die Menschen, die Kultur – so vieles war anders als das, was wir aus Europa kannten. Und genau das hat uns begeistert.

Leider war unsere Zeit begrenzt, weshalb wir ziemlich zügig reisen mussten. Schon damals war uns klar: Hierher möchten wir eines Tages zurückkehren. Mit mehr Zeit und ohne ständig auf den Kalender schauen zu müssen.

Nun rückt dieser Moment näher. Und wir fragen uns, wie es wohl sein wird, nach all den Erfahrungen in Afrika an diese Orte zurückzukehren.

Werden sie uns noch genauso begeistern wie damals? Oder hat sich unsere Wahrnehmung inzwischen so sehr verändert, dass wir die Region mit ganz anderen Augen sehen?

Ein bisschen Respekt haben wir schon davor. Vielleicht stellen wir plötzlich fest, dass es uns gar nicht mehr so gut gefällt wie in unserer Erinnerung.

Aber genau das macht es spannend.

Und um das herauszufinden, müssen wir wohl noch einmal hinfahren.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass man sich Selbstvertrauen erarbeiten kann.“



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Was war eure beste spontane Entscheidung?

Im Herbst 2018 kam Carmen eines Abends nach Hause und sagte: „Wir reden seit Jahren davon, noch einmal auf eine große Reise zu gehen. Aber wenn wir das wirklich wollen, müssen wir jetzt anfangen, sie zu planen.“

Sie präsentierte mir eine Timeline, die zeigte, wie wir unser Leben in den kommenden fünf Jahren gestalten könnten, um danach zu unserer großen Reise aufzubrechen.

Aus den fünf Jahren wurden schließlich sechs, aber das ist ein Detail.

Was mich an diesem Abend besonders beeindruckte: Aus einer vagen Idee war plötzlich ein konkreter Plan geworden. Und wir verloren keine Zeit, diesen umzusetzen.

Bereits am nächsten Tag meldete ich mich für den LKW-Führerschein an. Damals hatten wir nämlich noch die Idee, ein großes Expeditionsmobil auszubauen. Rückblickend sind wir ziemlich froh, dass wir diesen Plan wieder verworfen haben.

Nur zwei Wochen später hatten wir unsere Wohnung in der Stadt Bern gekündigt und beschlossen, in den Berner Jura zu ziehen. Dort waren die Mieten deutlich günstiger, und wir konnten mehr Geld für unsere Reise zur Seite legen.

Weniger als zwei Monate später lebten wir bereits in unserer neuen Wohnung, rund 60 Kilometer von unserem bisherigen Zuhause entfernt. In einer Region, die wir kaum kannten, in der überwiegend Französisch gesprochen wurde und in der wir praktisch niemanden kannten.

Unsere Freunde erklärten uns für verrückt. Warum sollten wir die Stadt verlassen und ausgerechnet dorthin ziehen?

Für uns war die Überlegung klar: Wie wollen wir eine mehrjährige Weltreise schaffen, wenn wir nicht einmal bereit sind, 60 Kilometer von unserem bisherigen Zuhause wegzuziehen?

Also machten wir es. Und stellten fest: Es geht!

Ich bin fest davon überzeugt, dass man sich Selbstvertrauen erarbeiten kann. Indem man sich realistische Ziele setzt und diese tatsächlich umsetzt. Jeder Erfolg gibt einem die Bestätigung, dass etwas möglich ist, das man zuvor vielleicht für schwierig oder gar unmöglich gehalten hat.

Mit jeder solchen Erfahrung traut man sich beim nächsten Mal etwas mehr zu.

Genau deshalb war dieser spontane Entschluss so wichtig für uns. Wir beschlossen nicht nur, irgendwann einmal auf Weltreise zu gehen. Wir begannen noch am selben Abend damit, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Und sechs Jahre später sind wir tatsächlich losgefahren.


Was bringt euch zuverlässig auf die Palme?

Ich gehöre definitiv nicht zu den geduldigsten Menschen auf diesem Planeten. Und deshalb ist es ausgerechnet meine eigene Ungeduld, die mich immer wieder auf die Palme bringt.

Besonders dann, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Sei es eine Reparatur am Auto oder eine andere Aufgabe, die länger dauert als erwartet. Wenn ich dabei alleine bin, ist das meistens kein großes Problem. Sind hingegen noch andere Menschen in der Nähe, kann ich ziemlich schnell zur Nervensäge werden. Das ist mir durchaus bewusst, macht es aber leider nicht automatisch besser.

Auch im Straßenverkehr kann ich mich gelegentlich herrlich aufregen. Wobei ich das oft gar nicht so ernst meine. Ich finde, man darf zwischendurch auch mal herzhaft fluchen. Für mich hat das fast etwas Befreiendes.

Carmen sieht das allerdings etwas anders. Sie denkt dann, ich würde mich fürchterlich aufregen, während ich mich eigentlich fast schon darüber amüsiere.

Was sie dann wiederum aufregt.

„Langsam zu reisen ist viel schwieriger als schnell zu reisen.“

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Was würdet ihr jederzeit wieder machen – und was nie wieder?

Ich würde zu jeder einzelnen Reise, die wir bisher unternommen haben, sofort wieder aufbrechen. Auch wenn es unterwegs immer wieder schwierige oder unangenehme Momente gab. Interessanterweise sind es oft genau diese Erlebnisse, die besonders lange in Erinnerung bleiben.

Ich lebe ein wenig nach dem Motto: Lieber bereue ich irgendwann etwas, das ich getan habe, als etwas, das ich mich nie getraut habe.

Und was würde ich nie wieder machen?

Ehrlich gesagt fällt mir dazu gerade nichts ein. Nicht, weil in meinem Leben immer alles wunderbar gelaufen wäre. Ganz im Gegenteil. Aber ich glaube, dass sehr viel von der eigenen Einstellung abhängt.

Wenn man aus den richtigen Gründen eine Entscheidung trifft, kann man auch aus einer vermeintlich schlechten Erfahrung etwas Wertvolles mitnehmen. Man lernt dazu, verändert vielleicht seine Sichtweise oder hat zumindest hinterher eine gute Geschichte zu erzählen.

Deshalb würde ich rückblickend erstaunlich wenig anders machen.


Was verstehen andere an euch oder eurem Leben oft falsch?

Ich glaube, wir teilen das Schicksal vieler Langzeitreisender: Von außen betrachtet wirkt unser Leben manchmal wie ein einziger, endloser Urlaub.

Jeden Tag neue Landschaften, spannende Begegnungen, spektakuläre Sonnenuntergänge und jede Menge Freiheit. Und natürlich gibt es all das tatsächlich.

Aber auch auf einer Weltreise ist nicht jeder Tag ein guter Tag. Manchmal ist man müde, genervt oder gestresst. Es gibt technische Probleme, organisatorische Herausforderungen und Tage, an denen überhaupt nichts nach Plan läuft. Und persönliche Sorgen verschwinden nicht, nur weil man gerade irgendwo in Afrika steht.

Trotzdem können wir uns glücklich schätzen. Unsere Familien und Freunde verstehen sehr gut, weshalb wir dieses Leben gewählt haben, und unterstützen uns dabei. Mit Neid oder unberechtigter Kritik werden wir zum Glück nur selten konfrontiert.

Das gilt auch für unseren YouTube-Kanal. Dort hat sich inzwischen eine unglaublich sympathische FERNFAHREN-Community gebildet, die uns auf unserer Reise begleitet. Negative oder gehässige Kommentare sind bislang eine absolute Seltenheit.

Und das ist alles andere als selbstverständlich.

„Was mache ich eigentlich hier? Warum sitze ich in diesem Büro, wenn ich doch einen ganz anderen Traum habe?“

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Ihr seid mit einem Toyota Land Cruiser unterwegs?

Ja, wir reisen mit unserem Toyota Land Cruiser GRJ79DC, einem robusten Geländewagen mit Doppelkabine und einem Campingaufbau von Bushwakka, den wir uns in Kapstadt montieren ließen.

Für uns ist der Land Cruiser das perfekte Reisefahrzeug. Er bringt uns an Orte, die mit einem gewöhnlichen Wohnmobil kaum erreichbar wären. An entlegene Plätze, weit weg von ausgetretenen Pfaden, wo wir oft ganz alleine in der Natur stehen und die schönsten Schlafplätze entdecken.

Afrika hat uns aber auch etwas anderes beigebracht: langsamer zu reisen.

Denn so paradox es klingt, langsam zu reisen ist viel schwieriger als schnell zu reisen. Jeden Tag weiterzufahren, ist keine große Kunst. Neue Orte, neue Eindrücke, neue Erlebnisse. Aber irgendwann ist der Speicher voll. Und wer über Jahre unterwegs sein möchte, muss lernen, das Tempo zu drosseln.

Das ist uns in den letzten zwei Jahren zunehmend besser gelungen. Allerdings war es ein Prozess. Zu Beginn fiel es uns gar nicht so leicht, mehrere Tage am selben Ort zu bleiben.

Unsere neue Campingkabine hilft uns dabei. Sie bietet zwar keinen großen Luxus, aber doch ein kleines, gemütliches Zuhause auf Rädern, in dem wir uns wohlfühlen. Und manchmal braucht es gar nicht mehr, um irgendwo mitten in der Wildnis anzuhalten und ein paar Tage zu bleiben.

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Welche drei Dinge dürfen bei euch unterwegs niemals fehlen?

Wer mit einem Kind reist, weiß: Spielsachen sind unverzichtbar. Und mindestens genauso wichtig ist Sekundenkleber, um die kaputten Spielsachen wieder zusammenzuflicken. Diese beiden Dinge gehören für uns deshalb untrennbar zusammen.

Auch unsere Laptops dürfen auf keinen Fall fehlen. Sie eröffnen uns unglaublich viele kreative Möglichkeiten. Während ich Filme schneide oder Musik komponiere, schreibt Carmen Texte oder arbeitet an neuen Ideen. Und natürlich nutzen wir die Computer auch gemeinsam, um unsere nächsten Reiseschritte zu planen und den Reisealltag zu organisieren. Sie sind gewissermaßen unsere mobilen Kreativzentralen und Büros in einem.

Und dann wäre da noch die Nietenzange.

Warum? Weil man unterwegs ständig irgendetwas reparieren, befestigen oder zusammenhalten muss. Und eine Nietenzange braucht man dafür erstaunlich oft.


Was ist euer Lieblingsessen unterwegs?

Nach fast zwei Jahren in Afrika und unserer früheren sechsmonatigen Reise bis in die Mongolei muss ich sagen: Unser Lieblingsessen unterwegs ist, ob wir wollen oder nicht, irgendetwas mit Tomaten.

Der Grund dafür ist denkbar simpel. Tomaten gehören neben Zwiebeln und gelegentlich Knoblauch zu den wenigen Gemüsesorten, die man fast überall auf der Welt bekommt.

Hat man dazu noch etwas Tomatenmark, kann man daraus die unterschiedlichsten Gerichte zaubern. Mit Fleisch oder vegetarisch, mit Karotten, Erbsen oder anderem Gemüse. Dazu Pasta, Reis oder Kartoffeln – fertig ist eine Mahlzeit, die alle satt macht.

Tomaten sind für uns die wahren Alleskönner der Reiseküche. Preiswert, vielseitig und praktisch überall erhältlich.

Und falls es einmal keine frischen gibt, tun es auch die aus der Dose.

Ohne Tomaten macht Reisen keinen Sinn!

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Manchmal beginnt ein großes Abenteuer mit einer kleinen Entscheidung. Einem letzten Arbeitstag. Einer Fahrt im Lift. Und einem Punkrock-Song in den Kopfhörern. Sandro, Carmen und Theo zeigen, wie viel möglich wird, wenn man seine Träume ernst nimmt und sich selbst dabei nicht allzu wichtig. Sechs Jahre haben sie auf ihren großen Traum hingearbeitet. Heute leben sie ihn gemeinsam. Mit einer riesigen Portion Neugier, Offenheit, Humor und Freude am Leben. Sie teilen ihre Erfahrungen, machen Mut, den eigenen Weg zu gehen, und bereichern damit die Gemeinschaft der Friends of OLLI.

Eine ziemlich großartige Familie. Mit ziemlich großen Träumen. Und hoffentlich immer genügend Tomaten an Bord. 🍅

Folge FERNFAHREN – Friends of OLLI – auf:

OLLI – ONE LIFE. LIVE IT.
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