40 Jahre Reiseerfahrung. Mehrere eigene Reisemobile. Über zehn Jahre mit einem CS auf Mercedes-Benz Sprinter 4x4. Und Jahre, um den nächsten möglichst genau zu planen. Andreas Lanz wusste ziemlich gut, was er wollte. Und trotzdem entscheidet am Ende etwas, das auf keiner technischen Ausstattungsliste steht.
Von OLLI · mit Andreas Lanz
Jahrelang geplant. Praktisch neu. Und trotzdem wieder zum Verkauf angeboten. Warum, ist ausgerechnet eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Geschichte.
WAS IST EIGENTLICH EIN EXPEDITIONSMOBIL?
Gute Frage. Denn „Expeditionsmobil“ kann sich heute ziemlich vieles nennen. Der Begriff ist nicht geschützt, eine verbindliche Definition gibt es nicht.
Gemeint sind robuste Reisefahrzeuge, die dort weitermachen, wo klassische Wohnmobile an ihre Grenzen kommen: schlechte Straßen, Pisten, wenig Infrastruktur, mehrere Tage autark. Das kann ein Geländewagen sein, ein Pickup mit Wohnkabine, ein 4x4-Kastenwagen oder der große Expeditions-Lkw.
Der CS Independent steht bewusst am leichteren Ende dieser Welt. Allrad, aber kein Lkw. Autark, aber keine rollende Festung. Geländetauglich, aber kein Extrem-Offroader. Genau das ist der Punkt: Ein Expeditionsmobil muss nicht möglichst extrem sein. Es muss zu seiner Expedition passen.
1 / WELCHES EXPEDITIONSMOBIL PASST ZU MEINER ART ZU REISEN?
Die kurze Antwort: Das richtige Expeditionsmobil ergibt sich aus dem Reiseprofil – nicht umgekehrt.
Wohin willst du fahren? Wie lange? Mit wem? Bei welchem Klima? Auf Asphalt, schlechten Pisten oder in schwierigem Gelände? Wie viel Platz und Autarkie brauchst du wirklich? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, machen Fahrzeugkonzept, Gewicht und Ausstattung Sinn.
Andreas weiß ziemlich genau, warum. Mitte der 1980er-Jahre blieb er mit einem gemieteten Škoda mit Zweiradantrieb in einem isländischen Flussbett hängen. Freunde mussten ihn mit ihren geländegängigeren Fahrzeugen und Seilwinden bergen. Wenig später kaufte er in den USA einen gebrauchten VW T3, baute ihn mit einfachen Mitteln zum Camper aus und reiste damit durch die USA, Mexiko und Mittelamerika bis Guatemala.
Viele weitere Reisen und mehrere eigene Reisemobile folgten. Aber ausgerechnet bei der Planung für die kommenden Jahre zeigte sich, dass die wichtigste Frage keine technische ist.
Andreas träumte lange davon, nach dem Berufsleben für sechs bis neun Monate am Stück durch andere Kontinente zu reisen. Seine Frau reist genauso gerne – aber nicht so lange. Für sie war die Vorstellung, Haus und Homebase monatelang zurückzulassen, keine Option.
Nach vielen Diskussionen entstand ein anderer gemeinsamer Plan: Sobald auch sie ihre Berufstätigkeit vollständig aufgegeben hat, möchten die beiden lieber mehrere drei- bis sechswöchige Reisen pro Jahr unternehmen. Ein offroadtaugliches Fahrzeug soll zu Hause für Europa und den Balkan stehen, ein weiteres könnte nach Afrika und/oder Südamerika verschifft und dort zeitweise für mehrere Reisen stationiert werden.
Andreas beschreibt diese Entscheidungsfindung selbst als lang und noch immer nicht vollständig abgeschlossen.
"Dieses Reisekonzept würde es uns ermöglichen, unsere unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen und daneben auch unsere Homebase, die uns sehr viel bedeutet, weiterhin zu geniessen."
Genau deshalb beginnt die Wahl eines Expeditionsmobils nicht bei Allrad, Batterie oder Seilwinde. Sondern bei der Frage, wie man eigentlich reisen und leben möchte.
Erst die Reise. Dann das Auto.
2 / WELCHE ANFORDERUNGEN MUSS EIN EXPEDITIONSMOBIL ERFÜLLEN?
Für Andreas waren die Basiskriterien klar: möglichst kompakt, robust und langlebig, innerhalb der 3,5-Tonnen-Klasse, mit genügend Autarkie, um mehrere Tage außerhalb ziviler Infrastruktur unterwegs sein zu können.
Dazu kamen sehr unterschiedliche Reisegebiete. Ein Fahrzeug für heiße und trockene Regionen Afrikas stellt andere Anforderungen als eines für kalte, windige und nasse Regionen wie die höher gelegenen Anden oder Skandinavien.
Damit stand zunächst kein Fahrzeug fest, sondern ein Lastenheft.
Wie viel Gelände muss es können? Wie kompakt soll es bleiben? Wie wichtig sind Komfort und Wohnraum? Wie viele Tage soll es unabhängig funktionieren? Und welche klimatischen Bedingungen muss der Ausbau verkraften?
Genau diese Reihenfolge ist entscheidend. Im Lastenheft steht, was das Fahrzeug können muss. Erst danach wird entschieden, welches Fahrzeugkonzept diese Anforderungen am besten erfüllt.
3 / WELCHES FAHRZEUGKONZEPT IST DAS RICHTIGE?
Andreas kam zu einem einfachen Schluss: Ein Fahrzeug muss nicht alles können. Es muss die Reisen können, für die es gedacht ist.
Für Europa und Reisen in kältere Regionen wollte er einen komfortablen, gut isolierten Kastenwagen mit Allrad und genügend Autarkie: den CS Independent auf Mercedes-Benz Sprinter 4x4. Für Afrika und andere warme Regionen durfte es deutlich geländegängiger sein. Dafür ließ er einen BushCamper auf Toyota Hilux bauen.
Zwei Arten zu reisen. Zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Die Frage ist deshalb nicht: Welches ist das beste Expeditionsmobil? Sondern: Welches passt am besten zu meinen Reisen?
Beim Kastenwagen wusste Andreas bereits ziemlich genau, was er wollte. Mehr als zehn Jahre war er mit einem CS Duo Independent auf Mercedes-Benz Sprinter 4x4 unterwegs. Er kannte das Fahrzeugkonzept, den Ausbau und die Materialien aus eigener Erfahrung. Auch beim neuen Sprinter wollte er keinen Extrem-Offroader. Er sollte schlechte Straßen und Gelände gut bewältigen, gleichzeitig aber komfortabel und alltagstauglich bleiben.
Ein weiterer Pluspunkt war für Andreas das weltweite Mercedes-Benz Servicenetz.
„Das weltweite Mercedes-Servicenetz ist mir ein wichtiger, wenn auch nicht matchentscheidender Punkt.“
Denn ein großes Servicenetz bedeutet nicht automatisch, dass unterwegs jedes Ersatzteil verfügbar ist. Auch bei Mercedes kann etwas fehlen oder lange unterwegs sein. Größere Pannen hat Andreas mit seinen Fahrzeugen bisher allerdings nicht erlebt. Am Ende geht es deshalb nicht darum, möglichst viel Fahrzeug zu kaufen. Sondern das richtige.
4 / WIE PLANT MAN EIN EXPEDITIONSMOBIL UNTER 3,5 TONNEN?
Für Andreas war die 3,5-Tonnen-Klasse gesetzt. Auf eine höhere Gewichtsklasse wollte er nicht wechseln. Als Gründe nennt er unter anderem Wendigkeit, Parkmöglichkeiten, laufende Kosten, Maut sowie mögliche Einschränkungen auf bestimmten Straßen, in Nationalparks und auf Offroad-Routen.
Damit wurde Gewicht beim CS Independent nicht erst auf der Waage zum Thema. Es wurde von Anfang an mitkonfiguriert. Beim CS Independent wurde das Gewicht deshalb von Anfang an mitgeplant. TARTARUGA erfasste Basisfahrzeug, CS-Ausbau und Nachrüstungen mit den jeweiligen Gewichten und berechnete daraus das voraussichtliche Endgewicht. Diese Kalkulation beeinflusste konkret, was ans Fahrzeug kam – und was nicht.
DRAN: zusätzliche Blattfeder an der Hinterachse, Mercedes-Stahlfelgen, All-Terrain-Reifen, Unterfahrschutz, fest eingebauter Kompressor, Schnorchel und zusätzlicher 60-Liter-Frischwassertank.
BEWUSST NICHT DRAN: Außenmarkise, automatische Trittstufen, zusätzliche Heck-Stauboxen und Seilwinde. Bei weiterer Außenbeleuchtung wollte Andreas zunächst abwarten, ob die Praxis überhaupt einen Bedarf zeigt.
Dann kam das fertige Fahrzeug auf die Waage:
3.280 kg Endausbaugewicht – mit kompletter Nachrüstung, vollem Dieseltank und ohne Fahrer.
Nicht errechnet, sondern tatsächlich gewogen. Gegenüber dem zuvor kalkulierten Gewicht war das für Andreas eine „Punktlandung“.
Bis zur 3,5-Tonnen-Grenze bleiben damit zunächst rechnerisch 220 Kilogramm. Und genau deshalb hört die Gewichtsplanung mit der Fahrzeugübergabe nicht auf.
Für den Reisebetrieb kann Andreas weiteres Gewicht einsparen: Reserverad abnehmen, Anhängerkupplungskopf und Skiträger nicht mitführen, gegebenenfalls auf die Maxtrax verzichten und den Frischwassertank für den Europaeinsatz auf 20 Liter reduzieren. Mit diesen Maßnahmen spricht er von einer realistischen Zuladung von gut 300 Kilogramm.
Das ist keine üppige Reserve. Personen, Wasser, Gepäck, Werkzeug und Reiseausrüstung müssen innerhalb dieses Gewichts bleiben. Gerade bei einem voll ausgebauten 4x4-Kastenwagen gehört deshalb nicht nur das Leergewicht, sondern die reisefertige Beladung auf die Waage.
Unter 3,5 Tonnen ist Gewicht ein Budget. Jedes Extra bezahlt man in Kilogramm.
5 / WIE VIEL AUTARKIE BRAUCHT EIN EXPEDITIONSMOBIL WIRKLICH?
Andreas wollte keinen Autarkie-Rekord aufstellen. Sein Ziel waren zwei bis drei Tage freies Stehen, ohne das Fahrzeug bewegen zu müssen. Darauf wurde die Energieversorgung ausgelegt: 180 Ah Lithium, 240 Watt Solar auf dem Dach und ein 1.700-Watt-Sinus-Wechselrichter. Gekocht wird mit einem Zweiflamm-Gasherd statt elektrisch per Induktion.
"Ich bin immer davon ausgegangen, dass das die elektrische Basisausstattung ist und die Praxis zeigen wird, wie lange damit tatsächlich autark gelebt werden kann."
Wenn es nicht reicht, kann später erweitert werden.
Beim Wasser entschieden Andreas und seine Frau sich bewusst für zusätzliche Reserve. Nach ihrer Erfahrung reichen die serienmäßigen 100 Liter bei sparsamem Umgang für zwei Personen etwa drei bis vier Tage. Schwieriger kann es sein, geeignetes Wasser genau dann zu finden, wenn es benötigt wird.
Deshalb bekam der Independent zusätzlich einen 60-Liter-Unterflurtank. Der muss nicht permanent gefüllt werden und verursacht damit auch nicht permanent 60 Kilogramm zusätzliches Gewicht. Wo Wasser schwieriger verfügbar ist, steht die Reserve zur Verfügung.
Die interessante Zahl ist deshalb nicht, wie viel Strom und Wasser maximal ins Fahrzeug passen. Sondern wie lange man tatsächlich unabhängig stehen möchte.
6 / WORAN ERKENNT MAN EINEN GUTEN EXPEDITIONSMOBIL-HERSTELLER?
Bei einem Expeditionsmobil entscheidet nicht nur, wie gut das Fahrzeug gebaut ist. Genauso wichtig ist, was passiert, wenn später etwas nicht funktioniert.
Denn zwischen Basisfahrzeug und fertigem Reisemobil können mehrere Unternehmen stehen: Hersteller, Ausbauer, Nachrüster, Importeur oder Homologierungspartner. Dazu kommen Garantie und Service. Wer im Problemfall wofür zuständig ist, sollte deshalb möglichst klar sein.
Andreas hat erlebt, wie wichtig das werden kann. Bei seinem BushCamper führte ein vergleichsweise kleines Garantieproblem zu erheblichen Diskussionen zwischen Hersteller und Schweizer Homologierungspartner. Gelöst wurde es schließlich sehr direkt: Zwei Fachleute des Herstellers kamen zu Andreas und behoben das Problem bei ihm vor Ort.
Herstellerhistorie, Erfahrungen langjähriger Kunden, Service und klare Zuständigkeiten gehören für Andreas deshalb zur Anbieterwahl. Es gibt für ihn aber noch einen zweiten Punkt, an dem sich Kompetenz zeigt: Ein guter Hersteller muss auch Nein sagen können.
„Ein für mich entscheidendes Merkmal von Seriosität und Kompetenz ist die Fähigkeit eines Herstellers, nicht bei allen Wünschen und Anforderungen der Kunden zu sagen: ‚Kein Problem, das können wir realisieren.‘“
So war es beispielsweise bei der Wasserversorgung. Andreas beschäftigte sich intensiv mit verschiedenen fest eingebauten Filtersystemen. Nach ausführlichen Gesprächen und den Erfahrungsinputs der Fahrzeugbauer entschied er sich schließlich gegen eine fest installierte Lösung und für einen portablen Filter.
Das ist ein ziemlich guter Test für einen Anbieter: Frag nicht nur, was er dir bauen kann. Hör genau hin, wovon er dir abrät – und warum.
7 / WARUM SOLLTE MAN EIN EXPEDITIONSMOBIL NICHT NUR PROBEFAHREN?
Der CS Independent hat ein Querbett im Heck. Sein Schwestermodell, der CS Duo Independent, verfolgt ein deutlich spezielleres Konzept: Statt der üblichen nebeneinanderliegenden Längsbetten besitzt er zwei übereinander angeordnete Kajütenbetten in Längsrichtung.
Diese Lösung ist nicht für jeden geeignet. Die Betten sind vergleichsweise schmal und passen für Andreas und seine Frau gut. Für größere oder kräftigere Personen kann das Querbett des Independent die deutlich passendere Lösung sein. Andreas und seine Frau kannten die Kajütenbetten bereits aus ihrem früheren Duo Independent. Beim neuen Fahrzeug entschieden sie sich nach längeren Diskussionen trotzdem für den Independent mit Querbett. Dabei spielte laut Andreas auch der erwartete spätere Wiederverkauf eine Rolle.
Dann kam die Probefahrt.
Und seiner Frau wurde endgültig klar, dass sie die Kajütenbetten des Duo Independent gegenüber dem Querbett bevorzugt. Vor allem nachts, wenn beim Querbett einer für den Toilettengang über den anderen steigen muss. Auch die anders angeordneten Stauräume spielten eine Rolle.
"Etwas anders vorgestellt hatte ich mir die Reaktion meiner Frau auf den Fahrzeuggrundriss mit Querbett und ihre deutliche Vorliebe für die Kajütenbettvariante des Modells CS Duo Independent."
Drei Jahre Fahrzeugprojekt. Gewicht bis auf einzelne Komponenten gerechnet. Fahrwerk, Energie, Wasser und Ausstattung geplant. Und am Ende entscheidet auch die Frage, wie man nachts aus dem Bett kommt. Das ist kein Nebendetail. Genau darin unterscheidet sich ein Reisemobil von einem Auto.
Man fährt es nicht nur. Man schläft darin, kocht, geht auf die Toilette, zieht sich um, räumt Gepäck ein und lebt zu zweit auf wenigen Quadratmetern. Deshalb sollte man ein Expeditionsmobil nicht nur probefahren. Sondern auch probewohnen.
Leg dich ins Bett. Koch zu zweit. Benutze Bad und Toilette. Öffne die Schränke. Stell dich dahin, wo dein Partner gerade durchmuss. Und mach das nicht nur fünf Minuten auf einer Messe. Denn ein Grundriss muss nicht auf dem Messestand funktionieren. Er muss um zwei Uhr morgens funktionieren.
EXPEDITIONSMOBIL KAUFEN: 10 FRAGEN VOR DER ENTSCHEIDUNG
Aus Andreas’ Erfahrungen lassen sich zehn Fragen ableiten, die man beantworten sollte, bevor Marke, Modell und Zubehörkatalog die Richtung vorgeben.
01 / REISE
Wohin willst du tatsächlich reisen? Wie lange? Wie oft? Bei welchem Klima? Auf Asphalt, Pisten oder in schwierigem Gelände?
02 / MENSCHEN
Wer reist mit? Haben wirklich alle dieselben Vorstellungen von Reisedauer, Platz, Komfort und Homebase?
03 / LASTENHEFT
Welche fünf oder sechs Anforderungen muss das Fahrzeug zwingend erfüllen? Erst Anforderungen definieren. Dann Fahrzeuge suchen.
04 / FAHRZEUGKONZEPT
Kastenwagen, Geländewagen, Pickup mit Wohnkabine oder Lkw: Welches Konzept erfüllt diese Anforderungen mit den wenigsten unnötigen Kompromissen?
05 / GEWICHT
Was wiegt das Fahrzeug tatsächlich? Was bleibt für Personen, Wasser, Gepäck, Werkzeug und Ausrüstung? Wer unter 3,5 Tonnen bleiben will, muss Gewicht von Anfang an mitplanen.
06 / AUTARKIE
Wie viele Tage möchtest du wirklich ohne externe Versorgung stehen können? Daraus ergeben sich Wasser, Batterie, Solar und Energieversorgung – nicht umgekehrt.
07 / AUSSTATTUNG
Brauche ich dieses Extra auf meinen Reisen wirklich? Was wiegt es? Welche zusätzliche Komplexität bringt es? Kann ich es später nachrüsten?
08 / HERSTELLER & SERVICE
Wie sehen ältere Fahrzeuge dieses Herstellers aus? Welche Langzeiterfahrungen gibt es? Wer übernimmt bei Garantie und Service Verantwortung? Und ist der Anbieter kompetent genug, auch einmal Nein zu sagen?
09 / PROBEWOHNEN
Schlafen. Kochen. Toilette. Stauraum. Umziehen. Aneinander vorbeikommen. Nicht nur anschauen und fahren – ausprobieren.
10 / REALITÄTSCHECK
Passt dieses Fahrzeug zu den Reisen, die du tatsächlich machen wirst – und zu den Menschen, mit denen du sie machen möchtest?
Wer diese zehn Fragen ehrlich beantworten kann, ist dem richtigen Expeditionsmobil wahrscheinlich näher als nach weiteren hundert Stunden in Konfiguratoren und Foren.
ERST DIE REISE. DANN DAS AUTO.
DER CS INDEPENDENT: DIE DATEN
- Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 4x4
- Ausbau: CS Independent
- Baujahr: 2024/2025
- Erstzulassung: März 2025
- Kilometerstand: ca. 940 km
- Motor: 2,0-Liter-CDI-Turbodiesel
- Leistung: 140 kW / 190 PS
- Getriebe: 9G-TRONIC Automatik
- Antrieb: 4MATIC Allrad
- Derzeitiges Gesamtgewicht: 3.500 kg
- Technisch zulässiges Gesamtgewicht: 4.100 kg
- Gewogenes Fahrzeuggewicht: 3.280 kg mit kompletter Nachrüstung, vollem Dieseltank, ohne Fahrer
- Rechnerische Reserve bis 3.500 kg: 220 kg vor weiteren Gewichtsoptimierungen
- Dieseltank: 93 l
- Batterie: 180 Ah Lithium
- Solar: 240 W
- Wechselrichter: 1.700 W Sinus
- Frischwasser: 100 l + 60 l Unterflur-Zusatztank
- Schlafplätze: 2
- Schlafplatz: Querbett im Heck
- Autarkieziel: 2–3 Tage freies Stehen
WARUM EIN FAST NEUES EXPEDITIONSMOBIL WIEDER GEHEN MUSS
Der CS Independent auf Mercedes-Benz Sprinter 4x4 ist das Ergebnis einer jahrelangen Planung. Andreas hat Gewicht und Ausstattung bis auf Komponentenebene durchgerechnet, Wasser- und Energieversorgung auf sein Reiseprofil abgestimmt und bei jedem Extra abgewogen, ob er es wirklich braucht.
Technisch würde er vieles heute wieder genauso machen. Doch während das Fahrzeug entstand, haben sich die Reisepläne verändert. Andreas’ Frau möchte noch rund drei Jahre weiterarbeiten. Die großen Reisen verschieben sich entsprechend – und der CS würde bis dahin die meiste Zeit ungenutzt herumstehen.
Die gemeinsame Probefahrt brachte noch eine zweite Erkenntnis: Der Grundriss mit Querbett passt nicht optimal zu ihren persönlichen Gewohnheiten. Beide bevorzugen die übereinander angeordneten Kajütenbetten des CS Duo Independent.
Für Andreas und seine Frau ist die Konsequenz klar: Sie verkaufen den jetzigen CS und lassen für ihre späteren Reisen noch einmal einen neuen bauen – wieder auf Mercedes-Benz Sprinter 4x4, diesmal als CS Duo Independent mit Kajütenbetten.
Das Fahrzeugkonzept bleibt. Der Grundriss ändert sich.
Und genau damit endet diese Geschichte bei etwas, das sich in keinem Lastenheft berechnen lässt. Andreas hat über Allrad, Autarkie, Wasser, Gewicht, Fahrwerk und jedes zusätzliche Kilo nachgedacht. Doch eine der wichtigsten Erkenntnisse seiner gesamten Planung wiegt kein einziges Gramm:
Der Grundriss muss zu den Menschen passen, die darin reisen.
DIESER CS INDEPENDENT STEHT ZUM VERKAUF
Der CS Independent wurde vollständig für große Reisen aufgebaut, kam bislang aber lediglich bei einer privaten Probefahrt über verschiedene Alpenpässe zum Einsatz. Der Wohnbereich wurde dabei nicht benutzt. Das Fahrzeug ist damit praktisch neu, komplett aufgebaut und sofort verfügbar.
Gerade die sofortige Verfügbarkeit ist bei einem individuell konfigurierten Fahrzeug dieser Art ungewöhnlich: Andreas kalkuliert für den gesamten Prozess von Konfiguration und Bestellung über Produktion, Nachrüstung und Schweizer Zulassung bis zur Übergabe mit mindestens 24 Monaten.
Aktuell steht der CS Independent im OLLI Marktplatz zum Verkauf. Dort findest du die vollständige Ausstattung, alle technischen Daten und Bilder sowie den direkten Kontakt zu Andreas.