Mazda CX-60 e-SKYACTIV D 254 AWD Takumi Plus

Mazda CX-60 e-SKYACTIV D 254 AWD Takumi Plus

Der Mazda CX-60 positioniert sich als Premium-Crossover mit klarer Kante – ästhetisch wie technisch. Während viele Hersteller ihre Dieselpalette schrittweise auslaufen lassen, setzt Mazda ein bewusst konträres Zeichen: mit einem komplett neu entwickelten Reihensechszylinder-Dieselmotor mit 3,3 Litern Hubraum. Ein ungewöhnlicher Schritt in Zeiten der Elektrifizierung – aber kein nostalgischer Rückgriff, sondern ein klares Technologie-Statement.

Mazda CX-60 e-SKYACTIV D: Technologieträger mit 254 PS

Mazda verfolgt seit Jahren einen eigenständigen Ansatz in der Weiterentwicklung effizienter Verbrennungstechnologien. Der unter dem Label e-SKYACTIV D neu entwickelte Reihensechszylinder im CX-60 ist Ausdruck dieser Philosophie. Das Ziel: maximale thermodynamische Effizienz bei gleichzeitig niedrigen Emissionen – ohne Kompromisse bei Drehmoment, Laufkultur oder Reichweite.

Technische Eckdaten des e-SKYACTIV D 254:

  • 3.283 cm³ Hubraum, längs eingebauter Reihensechszylinder
  • 254 PS (187 kW) bei 3.750 U/min
  • 550 Nm Drehmoment ab 1.500 U/min
  • Verbrauch: 5,3–5,5 l/100 km (WLTP)
  • CO₂-Emissionen: 138–142 g/km
  • 0–100 km/h: 7,4 Sekunden

Wie der Mazda CX-60 Diesel über 40 % Wirkungsgrad erreicht

Die Innovation liegt nicht in der Dimensionierung, sondern in der Verbrennungsstrategie: Das von Mazda entwickelte DCPCI-Verfahren (Distribution-Controlled Partially Premixed Compression Ignition) bringt ein fein vorgemischtes Luft-Kraftstoff-Gemisch gezielt zur Selbstzündung – mit dem Ziel, die Verbrennung so effizient und emissionsarm wie möglich zu gestalten.

„Doppel-Ei“-Einspritzung im Mazda CX-60: So funktioniert die Diffusion

Ein zentrales Element dieser Technologie ist die besondere Geometrie der Einspritzung. Mazda spricht intern von einer „Doppel-Ei“-Struktur – eine scherzhafte, aber treffende Beschreibung für die räumlich und zeitlich exakt gesteuerte Kraftstoffverteilung im Brennraum.

Statt punktuell eingespritzt zu werden, erfolgt die Injektion in zwei überlappenden, symmetrisch linsenförmigen Zonen. Diese spezielle Form ermöglicht eine deutlich gleichmässigere Verteilung des Diesels in der angesaugten Luft. Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  1. Perfekte Diffusion des Gemischs: Der Kraftstoff kann sich optimal mit der Luft vermengen, wodurch besonders saubere und temperaturstabile Verbrennungsvorgänge entstehen.
  2. Homogene Flammenausbreitung: Die Verbrennung verläuft gleichmässig, bei niedriger Temperatur, mit hoher Stabilität und minimalen Emissionen.

Mazda's Distribution Controlled Partially Premixed Compression Ignition (DCPCI)
Mazda gibt für diesen Motor einen thermischen Wirkungsgrad von über 40 % an – ein Benchmark-Wert für einen serienmässigen Verbrenner dieser Klasse. Ergänzt wird das System durch:

  • Langen Kolbenhub für intensive Verwirbelung
  • Hochpräzises Mehrloch-Injektorsystem
  • Niedriges Verdichtungsverhältnis (14,4:1) zur Emissionsreduktion

Mazda CX-60 3.3L Diesel: Reihensechser trifft Mildhybrid

Der Motor wird ergänzt durch das M Hybrid Boost System, ein 48-Volt-Mildhybridsystem mit 17 PS starkem E-Motor, der direkt auf das 8-Gang-Automatikgetriebe wirkt. Im Zusammenspiel mit Bremsrekuperation und Segelfunktion trägt das System zur Verbrauchssenkung bei.

Auch die innere Reibung wurde reduziert: Mazda nutzt feinbearbeitete Oberflächen und Beschichtungen an Kolben, Lagern und Kurbelwelle. Das Ergebnis: ein leichtgängiger, kultivierter Antrieb auf dem Leistungsniveau eines grossen Motors – bei Gewicht und Verbrauch eines kleineren Aggregats.

Fahrverhalten des Mazda CX-60: Komfort, Kontrolle und Allradkompetenz

Das Fahrerlebnis im CX-60 e-SKYACTIV D 254 ist geprägt von Souveränität. Der Motor läuft ruhig und vibrationsarm, das hohe Drehmoment liegt früh an, und das Fahrzeug beschleunigt kraftvoll, aber gelassen. Auch mit voller Beladung oder Anhänger (bis 2.500 kg gebremst) bleibt die Leistungsentfaltung entspannt.

Das i-Activ AWD-System verteilt die Kraft je nach Fahrsituation variabel zwischen Hinter- und Vorderachse. Im Normalbetrieb ist das Fahrzeug heckbetont ausgelegt – bei Bedarf greift die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung ein.

Kinematic Posture Control reduziert in Kurven die Seitenneigung durch sanftes Abbremsen des kurveninneren Hinterrads. Das neu abgestimmte Fahrwerk mit Doppelquerlenkern vorn und Multilenkerachse hinten wirkt abgestimmt, verbindlich und komfortabel.

Statt auf durchgängige Touchscreens zu setzen, bleibt der klassische Dreh-Drück-Steller im Zentrum der Steuerung.
Takumi Plus im Mazda CX-60: Japanisches Handwerk im SUV-Interieur

Die Ausstattungslinie Takumi Plus steht für mehr als nur eine luxuriöse Variante – sie ist Ausdruck einer Philosophie. Mazda interpretiert den Innenraum hier nicht als Showroom westlicher Premiumcodes, sondern als Rückzugsort, der von japanischer Handwerkskunst geprägt ist.

Weiches, weisses Nappaleder, gewebte Stoffeinsätze, fein gemasertes Ahornholz und die aufwendig gearbeiteten Kakenui-Ziernähte verleihen dem Cockpit eine fast meditative Ruhe. Die Materialien sind nicht nur hochwertig, sondern auch bewusst aufeinander abgestimmt – mit subtilen Kontrasten zwischen Licht, Textur und Temperatur.

Wer den Takumi Plus betritt, erlebt keine opulente Inszenierung, sondern ein harmonisches Zusammenspiel von Reduktion und Präzision – ein Ansatz, der eher an ein Ryokan oder ein traditionelles japanisches Teehaus erinnert als an ein modernes SUV.

Mazda setzt hier auf sogenannte Takumi-Meister, erfahrene Designer und Handwerker, die jedes Detail auf Haptik, Optik und Wirkung hin abstimmen. Selbst die Lichtreflexionen auf den Oberflächen sind Teil des Gestaltungskonzepts. Das Ergebnis ist ein Interieur, das weniger beeindruckt – sondern berührt.

Auch beim Bedienkonzept geht Mazda eigene Wege: Statt auf durchgängige Touchscreens zu setzen, bleibt der klassische Dreh-Drück-Steller im Zentrum der Steuerung. Die meisten Funktionen werden über den zentralen Controller und ein logisch aufgebautes Menüsystem angesteuert – ergänzt durch Spracheingabe und Touchbedienung im Stand.

Das ist nicht jedermanns Sache, funktioniert aber im Alltag präzise und ablenkungsarm – vor allem bei längeren Strecken oder im Anhängerbetrieb. Mazda folgt hier dem Prinzip „Hände am Lenkrad, Augen auf die Strasse“ – ein Ansatz, der in der heutigen Screen-Zentriertheit wohltuend entschleunigt wirkt.

Das serienmässige Driver Personalization System erkennt zudem per Kamera den Fahrer und stellt Sitz, Lenkrad, Spiegel und Head-up-Display automatisch ein. Gemeinsam mit dem volldigitalen Kombiinstrument ergibt sich ein durchdachtes, aufgeräumtes und hochwertiges Gesamtbild – ganz ohne Technikprotzerei.

Mazda setzt auf sogenannte Takumi-Meister, erfahrene Designer und Handwerker, die jedes Detail auf Haptik, Optik und Wirkung hin abstimmen.

Fazit: Der Mazda CX-60 Diesel bleibt sich treu – und denkt weiter

Der Mazda CX-60 e-SKYACTIV D 254 AWD ist kein SUV für die Masse – sondern für Fahrerinnen und Fahrer, die Technik verstehen und schätzen. Sein moderner Reihensechszylinder-Diesel beweist, dass Verbrennungsmotoren auch 2025 noch Relevanz haben können – wenn man sie konsequent weiterdenkt.

Mit klarer Designsprache, nachhaltiger Effizienz und einem Interieur voller Haltung spricht der CX-60 eine Zielgruppe an, die weiss, was sie will – und was nicht.

Und am Ende gilt: Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – über gute Technik nicht.

Unser Tipp: selbst reinsetzen und erfahren → mazda.ch

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